Dienstag, 24. Oktober 2017
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Mein High-School-Jahr
Abreise und Eingewöhnung

 

Erster Erfahrungsbericht
WELTBÜRGER-Stipendiat
Nico W. - USA


Stipendium vermittelt durch:

Carl Duisberg Centren

Schüleraustausch USA



 

Meine Entscheidung


Meine Entscheidung, ein Highschool Jahr zu machen, kam eher spontan. Im Oktober 2014 hatte ich eine Idee: Ich wollte definitiv noch vor meinem Berufsleben ein Jahr in USA verbringen. Zunächst fragte ich mich warum ich das machen möchte. Ich fühlte mich noch nicht sicher genug in der Sprache und ich wollte sie wirklich sehr gut beherrschen, da ich mir auch sehr gut vorstellen kann ein Mal in den USA zu leben. Ich war nicht schlecht, aber wollte mich einfach noch um einiges verbessern. Ich wusste, dass ich das niemals in der Schule erreichen könnte was ich mir vorstellte. Also fing ich an mir wirklich ernsthafte Gedanken über ein Auslandsjahr zu machen. Nach ein paar Wochen besprach ich das dann auch mit meinen Eltern und habe es wirklich in Betracht gezogen. Ich war mir nur noch nicht sicher ob ich es in meiner Schulzeit machen möchte oder während meines Studiums. Schließlich dachte ich, dass wenn ich mich jetzt dagegen entscheide würde ich wahrscheinlich nie wieder die Möglichkeit haben in eine klassische Highschool zu gehen und bei einer Gastfamilie zu leben. Außerdem, wenn es mir dann so gut gefallen würde, kann ich mich später bei meinem Studium für ein weiteres Auslandsjahr /-semester entscheiden. Des Weiteren war zu der Zeit eine gute Freundin von mir in England für ein Schuljahr. Von Ihr habe ich auch die Bestätigung bekommen, dass es sich lohnen wird. Also habe ich mich auf die Suche nach einer Organisation gemacht, die meine Wünsche erfüllt. Nach Internetrecherche, einigen Telefonaten und persönlichen Treffen mit verschiedenen Organisationen entschied ich mich schussendlich für Carl Duisberg. Im Laufe des Schuljahres lernte ich Lake, einen Austauschschüler aus USA, an meiner Schule kennen. Er wurde ein guter Freund von mir und bestätigte mir, dass es eine gute Entscheidung war, mich für ein Auslandsjahr zu entscheiden.

 


Abreise


Erst sehr spät erfuhr ich wohin es genau gehen würde. Ich war immer ziemlich entspannt darüber, dass ich noch nicht wusste wohin es geht. Viele Freunde und Lehrer fragten mich alle paar Tage wohin es denn gehen wird. Ich hatte noch keine Ahnung und von Zeit zu Zeit ist mir die Frage von anderen, wo ich mein Auslandsjahr verbringen werde, immer nerviger geworden. Erst Anfang September wurde mir gesagt, dass es nach Fort Lauderdale, Florida geht. Ich freute mich darauf und bereitete mich also darauf vor, dass es jeden Tag losgehen könnte. Nur noch die Highschool musste zusagen, dann würde es losgehen wurde mir gesagt. Nach fünf Tagen bekam ich endlich eine Antwort bekommen. Florida würde nicht klappen und so wurde ich in eine temporäre Gastfamilie in Minnesota zugeteilt. Am Anfang war ich ein bisschen enttäuscht, doch ich war trotzdem offen für die Änderung. Einen Tag vor meiner Abreise habe ich dann von einer anderen Gastfamilie aus Minnesota eine nette E-Mail bekommen, dass sie sich freuen mich temporär aufzunehmen. Ich stieg also total verwirrt in das Flugzeug ein ohne zu wissen wer mich abholt und bei wem ich wohnen werde. Beim Umsteigen in Frankfurt rief ich Carl Duisberg an um sicherzugehen, dass ich auch abgeholt werden würde. Ich wurde dann in Duluth, Minnesota von einer sehr netten Gastfamilie, namens Beckman, abgeholt. Später erfuhr ich, dass es Probleme mit der eigentlich für mich vorgesehene Gastfamilie in Minnesota gab und ich deshalb zu einer anderen, meiner jetzigen Gastfamilie kam.

 


Meine Gastfamilie


Obwohl meine Gastfamilie eigentlich nur temporär vorgesehen war, wurde ziemlich schnell klar, dass es meine Gastfamilie für das ganze Jahr über sein wird. Meine Gastfamilie, die Beckmans, hatte auch nicht vor noch einen Schüler aufzunehmen und entschieden das spontan.

 

Gastfamilie USA

 

Ich habe drei Gastschwestern, wobei eine Schwester, Bailey (20), schon auf dem College ist und ich sie deshalb nicht sehr oft sehe. Sie ist sehr enthusiastisch und es ist immer sehr nett und lustig mit ihr, wenn ich sie sehe. Meine kleine Schwester, Delaney, ist 15 Jahre alt und bestand vor ein paar Wochen die Führerscheinprüfung, sodass sie jetzt, mit Begleitung eines 21-jährigen, Autofahren darf. Mit ihr habe ich mich am schnellsten angefreundet, da wir oft quatsch gemacht haben und sie meine Tanzpartnerin in dem Musical im Herbst war (zu dem Musical später mehr). Sie ist sehr sportlich aktiv in der Schule. Sie spielte am Anfang des Schuljahres Volleyball und momentan Basketball. Delany ist lustig, nett und ehrlich. Die mittlere Schwester, Shelby (17), ist in derselben Stufe wie ich und wird dieses Jahr die Highschool absolvieren. Shelby arbeitet oft nach der Schule an der Tankstelle in unserm Dorf. Außerdem engagiert sie sich für das Volleyballteam und das Basketballteam. Sie muss schon sehr viele Vorbereitungen für ihre zukünftige Collegezeit machen, sodass sie oft mit Aufsätzen, College Tests und Recherche über die verschiedene Colleges beschäftigt ist. Wir waren auch schon in Minneapolis, der Hauptstadt Minnesotas, und haben zwei Colleges besichtigt.

 

Gastfamilie USA

 

gastschwester USa Gasteltern USA


Mein Gastvater arbeitet im Casino und kümmert sich in seiner Freizeit unter anderem um seine Farm. Wir haben hier im Sommer bis zu zwanzig Kühe und drei Ziegen. Die werden jeden Morgen und Abend von meinem Gastvater gefüttert. Ich helfe im manchmal beim Umbauen von etwas oder sonstige Aufgaben, die meine Gastschwestern und -mutter nicht so gerne machen. Mit ihm unterhalte ich mich gerne auch über aktuelle Themen wie Politik, deutsche vs. amerikanische Geschichte oder Themen die mich interessieren.


Meine Gastmutter arbeitet für ein Gartenunternehmen, wobei sie jetzt im Winter nicht arbeitet. Sie schaut immer, dass es mir gut geht. Wenn das mal nicht der Fall ist, dann möchte sie immer gleich eine Lösung finden, wobei es manchmal gar nicht an etwas bestimmten liegt, sondern es einfach nur ein stressiger Tag war.

 

Gastmutter USA

 


Weitere Familienmitglieder: Hunde


Meine Gastfamilie besitzt drei hüftgroße Hunde, was hier in der Gegend ganz normal ist. Ich war noch nie ein großer Hundefan oder Hundeliebhaber und hatte deshalb am Anfang mit den Hunden auch ein Problem. Das war aber auch so ziemlich das einzige Problem, das ich hier je hatte. Ich war einfach keine Hunde gewöhnt, da ich nie mit welchen aufgewachsen bin. Besonders am Anfang wollten die Hunde die ganze Zeit an mir schnuppern und auf mich springen, da ich auch für sie neu war. Inzwischen kennen sie mich schon und ich bin nicht mehr so interessant für sie. Doch gerade am Anfang, als ich eigentlich meine Zeit brauchte mich an sie zu gewöhnen, war ich mit den Hunden total überfordert. Ich weiß nicht, ob ich Hunde überhaupt jemals mögen werde (ich habe da meine Gründe dafür), aber ich komme jetzt auf jeden Fall besser mit ihnen klar und es macht mir auch fast nichts mehr aus sie ständig in meinem Umfeld zu haben.

 


Freizeitgestaltung


Die Freizeit mit meiner Gastfamilie verbringe ich meistens mit Fernsehen, Reisen und Festen. Nach einem langen Tag, am Wochenende oder freien Tagen schauen wir gerne gemeinsam Filme. Fernsehen ist hier in USA sowieso eine viel größere Sache. Der Fernseher läuft oft auch mal im Hintergrund und wir essen auch meistens vor dem Fernseher zu Abend. Eine andere Sache, die meine Familie sehr mag, ist reisen. Wir machen oft Ausflüge am Wochenende und fahren mit dem Auto in die Stadt, zu Verwandten oder ein Ort, den mir meine Gastfamilie zeigen möchte. Sie haben auch schon große Pläne gemacht, was wir in den Frühlingsferien machen werden. Sehr wahrscheinlich fahren wir nach Kalifornien mit Zwischenstopps beim Grand Canyon und zurück über Texas. Wir werden viele Zwischenstopps machen um so viel wie möglich von den USA zu sehen.

 


Minnesota


Hier in Minnesota leben die Leute sehr ländlich. Als ich mein Auslandsjahr plante hatte ich solch eine Option eigentlich ausgeschlossen, aber Lake überzeugte mich schnell, dass es gar nicht so schlimm ist. Eine Stadt mit zum Beispiel 1000 Einwohnern wird schon als sehr groß angesehen. Wir leben knapp 30 Kilometer entfernt von der Schule, was jeden Morgen einer zwanzig Minütigen Autofahrt entspricht. Die Straßen sind oft nur gerade und Kurven gibt es nur dann, wenn ein See auf der Strecke ist. Zum Glück fährt Shelby uns drei jeden Morgen zur Schule. Sonst müssten wir mit dem Schulbus, der hier übrigens viel unbequemer ist als in Deutschland, ca. 45 Minuten fahren.

 


Freunde


Es war für mich nicht sehr schwer Freunde zu finden, da ich gleich am ersten Wochenende ein paar Jungs aus der Schule beim Campen kennenlernte, die meine Familie kannte. Diese Freunde spielten auch beim Musical mit und ich machte schon kleinere Ausflüge mit ihnen. Ich hatte auf jeden Fall schon sehr viel Spaß mit ihnen. In der Schule sind diese Freunde jedoch eine Stufe unter mir, sodass ich sie nicht so oft im Schulalltag sehe. Etwas schwieriger war es für mich, Freunde aus meiner Stufe zu finden. Schlussendlich hat das aber einfach nur etwas mehr Zeit gebraucht. Inzwischen habe ich sehr gute Freunde aus meiner Stufe gefunden, mit denen ich in selben Kursen bin, und Freunde, die ich aus dem Theater und von meiner Familie kenne.

 

Schulfreunde USA Gastfamilie USA

 


Schule


Die Schule hier in USA ist generell etwas anders von der Schule in Deutschland. Die Schüler haben schon eine gemeinsame Stufe, belegen aber einzelne Kurse, die individuell wählbar sind. So muss zwar schon jeder eine gewisse Anzahl an Jahren Mathematik oder Englisch gehabt haben um zu absolvieren, kann sich aber viel spezifischer ausrichten und Zusatzfächer wie Fotografie und Schweißen wählen. Außerdem haben sie hier jeden Tag den gleichen Stundenplan und somit pro Tag nur bis zu sieben unterschiedliche Fächer. Von 8:15 Uhr bis 3:17 Uhr gibt es nicht wirklich Pausen. Selbst die Mittagspause ist nur 30 Minuten lang. Hausaufgaben gibt es in manchen Fächern sehr viele und in anderen gar keine. Die Highschool geht bis zur 12. Klasse und für die Abschlussschüler (Senoirs) gibt es am Ende des Schuljahres den berühmten und traditionellen Abschluss mit den Hüten, die dann in die Luft geworfen werden (so wie wir es aus den Filmen kennen). Ich bin hier ein Senior und mache also auch den Abschluss. Mein Stundenplan besteht aus Calculus (Mathe), amerikanische Geschichte, CITS Englisch, Physik, Einführung zu Theater, einer Freistunde, Schweißen und einem sogenannten Advisory, ein fünfzehnminütiger Pflichtkurs indem Projekte und andere Angelegenheiten geklärt werden.


Calculus ist der höchste Mathekurs in der Highschool und ist in etwa mit der zehnten und elften Klasse in einem deutschen Gymnasium zu vergleichen. Für mich ist manches Wiederholung und einiges aber auch neu und herausfordernd. Den Kurs müssen die Schüler nicht gemacht haben, um die Highschool zu absolvieren. Dafür reicht der Kurs Pre-Calculus. Amerikanische Geschichte ist für mich komplett neu, da wir ja in Deutschland nicht sehr viel über die amerikanische Geschichte lernen. Schade eigentlich. Mein Englisch Kurs, den ich belegt habe, ist auch nicht verpflichtend. Es geht über das Highschool Englisch hinaus und begibt sich schon auf College Ebene, um die amerikanischen Schüler besser auf das College vorzubereiten. Es ist ein sehr herausfordernder und zeitaufwändiger Kurs, der selbst für die meisten amerikanischen Schüler schwierig ist. Meine Noten sind aber gut und ich merke wirklich sehr, wie sich mein Englisch, vor allem schriftliches Englisch, durch diesen Kurs verbessert.

 

Sport USa Football USA

 

Allerdings ist die Schule in USA nicht nur akademisch, sondern auch sehr sportlich und musisch. Egal ob Volleyball, Basketball oder Football, das alles läuft hier über die Schule. Und trainiert wird hier nicht nur ein Mal pro Woche, sondern jeden Tag nach der Schule für ca. zwei Stunden. Spiele und Turniere gibt es natürlich auch des Öfteren und die schaue ich mir auch immer mal wieder Spiele von meinen Freunden und meiner Gastschwester an. Auch wenn ein Schüler hier ein Instrument lernen möchte, läuft das meistens über die Schule. Ganz typisch amerikanisch ist die Big Band. Hier an der Schule spielen mehr als 50 Schüler in der Band und ich habe auch schon eine Aufführung angesehen.


Ich besuche hier nach der Schule das Theater. Wir hatten im Herbst eine Musicalproduktion und starten noch vor den Winterferien die nächste Produktion, in der ich dieses Mal nicht mitspiele, sondern die Technik übernehme. Das macht mir genau so viel Spaß wie Theaterspielen.

 

Musical USA Musicalaufführung USa


 

Die englische Sprache


Neben all dem, war natürlich auch ein großer Grund für das Auslandsjahr der Fortschritt in der englischen Sprache. Anfangs konzentriere ich mich sehr darauf, dass ich mich gut verständigen kann und mein Wortschatz ausreicht um das auszudrücken, was ich sagen wollte. Englisch ist die Sprache, die wir in Deutschland gleich als erstes lernen und uns daher auch am vertrautesten erscheint. Und es ist vielleicht auch nicht schwer, im Englischunterricht in Deutschland ein paar Sätze zu sagen, jedoch ist ein Auslandsjahr eine Herausforderung, vor allem anfangs. Mir kam mein Englisch anfangs doch etwas mickrig vor, im Gegensatz zu dem der Amerikaner. Natürlich ist das auch deren Muttersprache, doch es lag vielmehr daran, da ich es gar nicht gewöhnt war, mich in jeder Situation in Englisch auszudrücken. Ich müsste erst mal in den Lauf der Sprache hineinkommen, um mir nicht mehr so viele Gedanken über alles Mögliche zu machen. Gerade in den ersten zwei bis drei Monaten machte ich mir sehr viele Gedanken wie ich etwas sage, weil ich wollte, dass es grammatikalisch richtig ist und gut klingt. Doch von Zeit zu Zeit wird das einfacher und ich erwische mich immer häufiger, wie ich plötzlich in einer Diskussion oder einem tiefgründigen Gespräch mit jemandem bin und gar nicht mehr wirklich über meine Wortwahl nachdenke. Ich hatte auch in Deutschland nie Probleme, mich in englisch zu verständigen, doch um ein richtig gutes Gespräch zu führen braucht es eben doch etwas mehr als das Schulenglisch. Erst mit Erfahrung war ich im Stande, ein Gespräch zu führen in dem die Sätze grammatikalisch richtig sind ohne jedes Mal darüber nachzudenken und die richtige Wortwahl zu treffen.

 

Neue Wörter lerne ich hier fast automatisch. Entweder verstehe ich etwas nicht auf Anhieb und frage nach, suche für ein Wort und schau es im Handy nach oder lerne ein neues Wort, das ich aus dem Zusammenhang erschließen kann. Doch ich bin auch immer wieder überrascht, an was für Wörter ich mich noch vom Vokabellernen aus Deutschland erinnere. Manchmal denke ich, ich weiß nicht wie ich etwas sagen soll, fange aber trotzdem den Satz an und ergänze dann fast wie von alleine das fehlende Wort. Dann frage ich mich danach woher ich das Wort kenne und wundere mich darüber. Englisch machte mir schon immer Spaß, aber inzwischen liebe ich es. Auch ist mir aufgefallen, dass ich inzwischen nicht mehr so darauf achte, dass ich mich ausdrücken kann, sondern eher wie es klingt. Ich versuche meine Aussprache zu verbessern, indem ich die Wörter so ausspreche, dass ich nicht nur verstanden werde, sondern dass es auch normal klingt. Manchmal weiß ich nicht auf Anhieb, ob ich ein Adjektiv oder Adverb verwenden soll. Gerade für Deutsche ist es manchmal schwierig, Adjektiv und Adverb zu unterscheiden, da es bei uns von der Schreibweise oft kein Unterschied gibt. Vor allem das Richtige in einem Gespräche zu verwenden, ohne groß darüber nach zu denken, ist schwierig. Aber auch das wird immer besser beim mir. Oft merke ich dann erst sofort danach, dass ich etwas verwechselt oder falsch ausgesprochen habe. In meinem College English Kurs verbessere ich mein schriftliches Englisch in so vielen Details, die mir sonst wahrscheinlich nie aufgefallen wären.

 

Freunde Schüleraustausch USA

 


Persönliches Fazit


Ich bin froh, sagen zu können, dass ich nichts bereue. Mein Auslandsjahr lohnt sich in jeder Hinsicht und ich freue mich, dass es noch lange nicht vorbei ist. Ich werde auch weiterhin noch mein Englisch verbessern und auch in Zukunft noch viel Spaß mit meiner Gastfamilie und meinen amerikanischen Freunden haben.