Sonntag, 17. Dezember 2017
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Zwei Wochen Malta

Besuch einer Sprachschule auf der Mittelmeerinsel

 

Erfahrungsbericht
WELTBÜRGER-Stipendiat
Fabian S. - Malta


Stipendium gestiftet durch:
StudyLingua

 



Stipendiat Fabian S.




Kurz zu mir


Ich heiße Fabian und bin 24 Jahre alt. Nach meiner zweijährigen Ausbildung studiere ich aktuell im 7. Semester International Relations and Management an der OTH Regensburg. Durch meinen internationalen Studiengang absolvierte ich sowohl ein Auslandssemester in Peru (Arequipa), als auch ein Auslandspraktikum in der Tschechischen Republik (Skoda auto a.s.).

 

Meine Entscheidung


Durch mein Auslandsjahr im 4. und 5. Semester habe ich das Reisen als meine neue Leidenschaft entdeckt. Damit ist natürlich das Kennenlernen neuer spannender Kulturen, Bräuche und Menschen aus der ganzen Welt verbunden. Die ganzen Erfahrungen, die ich dadurch bereits gesammelt habe würde ich nicht wieder hergeben wollen. So freue ich mich bereits jetzt auf alle weiteren Reiseziele und die Geschichten, die ich darüber erzählen werde. Eines meiner 6 bereisten Länder (Tschechische Republik, Italien, Kirgistan, Österreich, Malta, England) im Jahr 2017 war Malta, auf das ich voller Freude zurückblicke und gerne etwas erzählen möchte:


Im 6. Semester (kurz nach meinem Auslandsjahr) suchte ich erneut nach Möglichkeiten um in mir noch unbekannte Länder für eine längere Zeit zu reisen. Als besten Zeitraum für den Auslandsaufenthalt boten sich somit meine Semesterferien im August und September an. Aber um nicht tagtäglich am Strand baden zu gehen, suchte ich nach einer sinnvollen Alternative, bei der ich sowohl neue Kenntnisse im Ausland hinzugewinne, als auch einfach Kontakt mit Gleichaltrigen haben kann. Dabei stieß ich auf das WELTBÜRGER-Teilstipendium von StudyLingua für eine Sprachreise in Malta und war sofort von der Idee begeistert. Damit konnte ich alle meine Voraussetzungen gleichzeitig erfüllen.


Nach meiner erhaltenen Zusage freute ich mich riesig und plante Stück für Stück meinen Aufenthalt. Letztendlich entschied ich mich für einen Aufenthalt von insgesamt 3 Wochen in einer Studentenresidenz. Beides stellte sich definitiv als die richtige Wahl heraus. Innerhalb von 3 Wochen konnte ich einen Großteil Maltas erkunden und durch die 5er-WG in der Studentenresidenz fand ich bereits am ersten Tag neue Freunde und sprach auch außerhalb der Sprachschule Englisch. Als Aufenthaltsort wählte ich St. Julians.  Ganz in der Nähe befindet sich der größte Hotspot Maltas für junge Leute und Touristen. Selbst in der Nebensaison, in der ich anreiste (Mitte September bis Anfang Oktober), waren noch alle Restaurants und Bars geöffnet.

 

Planung und Reise


StudyLingua unterstützte mich sehr bei der Auswahl einer ihrer drei Sprachschulen in Malta. Sowohl telefonisch, als auch per E-Mail erhielt ich auf Nachfragen schnell weitere Informationen zu den unterschiedlichen Standorten und konnte damit die für mich passende Schule ohne großen Zeitaufwand auswählen. Im Nachhinein kann ich auch bestätigen, dass die Unterkunft, Schule und Region ideal zu mir passten.


Dies war jedoch alles viel zu schön um wahr zu sein und somit stellte ich an meinem Abreisetag, an der Gepäckabgabe im Flughafen, fest, dass ich nicht auf der Passagierliste stand. Dadurch verging meine gute Laune am Flughafen sofort. Es stellte sich heraus, dass ich meinen Flug aus Versehen storniert hatte.
Die Frage ist: Wie kann man seinen Hinflug aus Versehen stornieren?


Mein anfänglicher Plan war es, nur für zwei Wochen die Sprachschule in Malta zu besuchen. Für diesen Zeitraum hatte ich bereits einen Hin- und Rückflug gebucht. Ein paar Wochen später änderte ich meine Entscheidung und wollte meinen Aufenthalt auf insgesamt drei Wochen verlängern. Nur der Abreisetag wurde dadurch nach hinten verschoben. Damit niemand auf mich warten müsste und mein Platz wieder für andere Reisende frei wird, rief ich bei der Opodo-Kundenhotline an um meinen Rückflug für den zweiwöchigen Aufenthalt zu stornieren. Da mein Hinflug zur selben Zeit stattfinden sollte, wollte ich nur den Rückflug stornieren. Der Servicemitarbeiter hielt es anscheinend nicht für erwähnenswert, dass Flugbuchungen nur komplett storniert werden können. Für den Erstattungsbetrag der Stornierung könnte ich mir nicht einmal eine Kiste Bier kaufen.


Zu meinem Glück war noch ein Platz in einem Flugzeug nach Malta 5 Stunden später frei. Für den Preis, den ich dafür zahlen musste, hätte ich auch nach New York oder Bangkok fliegen können. Eine spätere Rückerstattung wurde aufgrund fehlender Aufzeichnungen des Gesprächs untersagt.


Was ich daraus gelernt habe? Ich werde nie wieder einen Flug stornieren.


Durch den neuen Flug kam ich erst nachts im Studentenwohnheim an und konnte leider die Stadt nicht mehr erkunden. Stattdessen legte ich mich schlafen und versuchte mich auf die kommenden drei Wochen zu freuen.

 

Meine Sprachschule


Während den drei Wochen besuchte ich die ESE (European School of English), die nur ca. 15 Minuten zu Fuß von meiner WG entfernt war. Die Schule erhielt mehrere Auszeichnungen und ich kann sie auch nur wärmstens weiterempfehlen.


Am ersten Tag erhielten alle ca. 50 Neuankömmlinge eine kurze Einweisung zur Schule und den Aktivitäten, die angeboten werden. Außerdem mussten wir zur Einschätzung unseres Sprachniveaus an einen schriftlichen und mündlichen Englischtest teilnehmen. Nach den Tests erhielt ich meine Lehrbücher und begab mich zum Klassenzimmer um meinen Lehrer und die Mitschüler kennenzulernen. Meine Stufe für die erste Woche war B2. Da ich den Intensivkurs gewählt habe, hatte ich sowohl vormittags drei Stunden Unterricht, als auch nachmittags 1,5 Stunden. Bei den Unterrichtseinheiten wurde jedoch ein unterschiedlicher Fokus gesetzt. Vormittags lag der Schwerpunkt dabei sein Lese- und Hörverständnis zu verbessern und weitere Grammatik und Vokabeln zu lernen. Nachmittags hingegen wurde über unterschiedlichste Themen gesprochen um flüssiger zu sprechen.


Für die darauffolgende zweite und dritte Woche wurde ich in den C1 Kurs hochgestuft. Meine Klassengrößer variierte durch die An- und Abreisen meiner Mitschüler ständig zwischen 1 und 5. In meiner letzten Woche war ich der einzige Student der den Nachmittagskurs in der Stufe C1 gebucht hatte. Dadurch hatte ich Einzelunterricht und unterhielt mich hervorragend mit Joseph über unsere Erlebnisse, unsere Ziele und persönlichen Wünsche. Mich interessierten seine Ansichten und ihm meine. So redeten wir täglich länger als 90 Minuten. Einmal sogar eine ganze Stunde länger.


Alle meine Lehrer waren Englisch-Muttersprachler. Aus Malta oder aus Großbritannien. Joseph beispielsweise ist ein 83-jähriger Brite und Luke, mein Sprachlehrer am Vormittag, ist ein 22-jähriger Malteser.

 

Freizeitgestaltung


Eine Sprachreise ist ideal um neue Freunde vor Ort kennen zu lernen. Einerseits reisen viele der Schüler alleine und suchen dadurch neue Kontakte und andererseits lernt man während des Unterrichts viele interessante Menschen aus der ganzen Welt kennen. Auch durch das Wohnen im Studentenwohnheim lernte ich neue Freunde kennen.


In der ersten Woche erkundeten wir in einer Gruppe mit 10 Personen (Herkunftsländer: Deutschland, Schweiz, Japan, Russland, Litauen, Polen) Valletta, unterschiedliche Strände, verschiedene bekannte Burgen und die etwas kleinere und zu Malta gehörende Insel Gozo.


Leider reiste ein Großteil dieser Gruppe an meinem ersten Wochenende in Malta ab. Daraufhin ging ich mit einem meiner Mitbewohner zum Essen und lernte so über ihn neue Freunde kennen. Mit dieser sogar etwas größeren Gruppe (Herkunftsländer: Deutschland, Schweiz, Türkei, Saudi-Arabien, Japan, Italien, Russland) verbrachte ich meine zweite und dritte Woche.


Wie heißt es so schön: Bilder sagen mehr als 1.000 Worte.

 

Hafen von La Valletta, Malta

 

Bild 1: Vallettas Einfahrt zum Grand Harbour. An diesem Wochenende fand auf Malta eine Flugshow statt, bei der Jets und Propellermaschinen in verschiedenen Formationen flogen und mit Nebel im Himmel zeichneten.

 

Sprachschüler auf Malta

 

Bild 2: Riviera Bay. Eine der schönsten Buchten Maltas auf der anderen Seite der Insel (70 Minuten Fahrt mit dem Bus).

 

Blue Lagoon auf Malta

 

Bild 3: Blue Lagoon. Die Blue Lagoon ist sehr bekannt für das blau schimmernde und glasklare Wasser. Es dient als beliebtes Touristenziel für einen Tagesausflug. Wir hatten es mit unserem Trip nach Gozo verbunden, da es zwischen Gozo und Malta auf der Insel Comino liegt.

 

Golden Bay auf Malta

 

Bild 4: Golden Bay. Einer der drei bekanntesten und schönsten Buchten Maltas. Da es an diesem Vormittag stundenlang regnete, waren wir fast allein als wir ankamen.

 

Sprachschule Malta

 

Bild 5: Jeden Abend sind wir mit der ganzen Gruppe essen gegangen. Dies war in der ersten Woche in einem Restaurant direkt am Meer.
Ich hoffe damit einen ersten Eindruck über Malta hinterlassen zu haben. Natürlich gibt es noch viele andere Orte, an denen ich war und die ich noch hätte entdecken können. Meines Erachtens ist es definitiv eine Reise wert!

 

Persönliches Fazit


Ich bin sehr froh diese Reise gemacht zu haben und danke dabei StudyLingua für die unkomplizierte Planung und Hilfsbereitschaft. Meine drei Wochen in Malta werde ich mit all den Freundschaften und Erlebnissen nicht mehr vergessen. Viele der Sprachschüler sind mir durch ihre Weltoffenheit und der Liebe für das Reisen ähnlich, so dass ich auch Wochen später noch mit einigen in Kontakt stehe und eingeladen wurde sie zu besuchen.


Die Zeit in der Sprachschule genoss ich sehr. Ich muss aber zugeben, dass sich bei meinem Vokabular und meiner Grammatik nicht viel geändert hat. Viel mehr diente es für mich als weiteren Verlust der Hemmschwelle Englisch zu sprechen und das erste Mal alleine in ein anderes Land zu fliegen für mehrere Wochen. Ich persönlich würde nur noch eine Sprachreise in Englisch machen, wenn ich aus der Übung komme oder das Zertifikat benötige. Ansonsten ist das C1-Niveau zu gut und man verbessert sich allein durch das Reden, das kein Problem mehr darstellt.


Mein nächstes Ziel ist mein Spanisch zu verbessern und Russisch zu lernen. Und natürlich viele neue Reiseziele zu entdecken und Freundschaften mit Menschen aus der ganzen Welt zu knüpfen.