Sonntag, 22. Juli 2018
Herzlich Willkommen bei Weltbürger-Stipendien!

Du befindest dich hier: weltbuerger-stipendien.de » WELTBÜRGER-Stipendiaten » Jördis H. - Sansibar

WELTBÜRGER-Stipendiatin
Jördis H. - Sansibar


Stifter:
World Unite!

Stipendiatin WorldUnite!



Vor- und Nachname

Nach reiflicher Überlegung habe ich mir einen
Künstlernamen zugelegt, Jördis Hirsch, aber du/ihr könnt
mich einfach Jördis nennen.

Geburtsjahr

Ich wurde 1987 geboren, es lag grade ganz viel Schnee.

Bundesland

Zur Zeit lebe ich in Berlin, wo ich auch den größten Teil
meiner Kindheit verbracht habe.


Stipendiengeber

World Unite!


Hobbys und Interessen

Ich bin ein sehr neugieriger, aktiver und
begeisterungsfähiger Mensch, dem die Tage immer zu
kurz erscheinen. Meine Interessen sind weit gefächert,
insbesondere liegt mir aber die Kunst, Natur und Musik
am Herzen. Sie sind mein beständiger Quell von
Inspiration und Kraft und ich könnte nie auf sie
verzichten. Weiterhin bin ich viel mit dem Fahrrad
unterwegs, gehe hin und wieder klettern und übe mich im
mittelalterlichen Schwertkampf. Mich faszinieren Mythen,
Bräuche und Rituale anderer Kulturkreise. Ich agiere gern
eigenverantwortlich aber auch die Arbeit in der Gruppe
bereitet mit Freude. Zwischendurch schätze ich Stunden
des Alleinseins, in denen ich das Erlebte verarbeiten und
reflektieren kann.


Warum willst du ins Ausland?
Wie ist die Entscheidung gefallen?

Ich reise sehr gern und möchte mir auch die Zeit
nehmen, das Land, das ich besuche, näher
kennenzulernen. Am Besten gelingt es mir während der
gemeinsamen Arbeit an lokalen Projekten. Es ist mir
wichtig, dass eine Reise sinnstiftend ist, mit dem
klassischen Hotelurlaub kann ich nicht viel anfangen.
Vielmehr sehe ich in dem Projekt einen aktiven
Wissensaustausch und die Möglichkeit
Lebensbedingungen für Tiere und Menschen zu
verbessern und unsere Leben gegenseitig zu bereichern.
Um mir die Reise zu ermöglichen muss ich einige
organisatorische und bürokratische Klippen umschiffen,
aber da ich schon in der Vergangenheit das Glück hatte,
an anderen Projekten teilzunehmen, hat sich eine gewisse
Routine eingestellt.


Gastland

Mein Stipendium führt mich nach Sansibar, genauer
gesagt in ein Waldcamp nahe des Jozani Forest
Nationalparks, vermutlich werden weitere Standorte
dazukommen.


Warum dieses Land?

Tatsächlich bezieht sich mein gesamtes Wissen über
Sansibar bislang fast ausschließlich aus Lexika, der
eigenen Recherche im Internet und den Reiseerzählungen
von Freunden. Es wird Zeit das zu ändern.


Wann geht's los?

Ich plane Anfang September in das Projekt zu starten, da
ich erfahren habe, dass es sich um eine regenarme
Jahreszeit handelt. September ist zudem ein Monat, der
für mich Aufbruch in etwas Neues bedeutet,
wahrscheinlich rührt es noch von Schulzeiten her wo im
September immer das neue Schuljahr beziehungsweise
später das neue Semester losging.


Wie lange bleibst du?

Ich möchte gern zwei Monate bleiben, da ich dafür das
WELTBÜRGER Stipendium erhalten habe.


Was macht dich zur Weltbürgerin?

Ich setze mich gerne mit anderen Kulturen und Perspektiven auseinander. In dem Künstlerkollektiv mit integrierter Siebdruckwerkstatt, dass ich mit drei
weiteren Mitgliedern unseres gemeinnützigen Vereins STATTLAB e.V. leite, haben sich insgesamt 60 Künstler aus 13 verschiedenen Nationen zusammengefunden, um
hier gemeinsam zu arbeiten. Ich habe das stets als sehr inspirierend gefunden, genauso wie meine Arbeit als Workshop-Tutorin und Werkstattleiterin, wo ich mein Wissen im Siebdruck z.B. schon an Willkommensklassen und Flüchtlingskinder weitergeben konnte. Dabei konnte ich folgende Erfahrung machen: Das Bild vermittelt wo die Sprache fehlt. Das Erzählen einer gemeinsamen Geschichte bringt die Menschen zusammen.

 

Als Weltenbürgerin würde ich mich auch dank meiner Kenntnisse bezeichnen, die ich mir während meines Studiums der Vergleichenden Kultur – und Religionswissenschaft aneignete. Es lehrte mich Offenheit, Respekt und Toleranz gegenüber verschiedenen
Weltansichten und Realitätskonzepten, das journalistische Schreiben und hat mich auch für die feinen Unterschiede sensibilisiert. Andere Projekte haben mich schon in verschiedene Teile dieser Welt geführt: so konnte ich z.B. durch die Teilnahme an mehreren Chortourneen bereits einige Länder Europas sowie China und Kolumbien
besuchen. Einen Monat lang habe ich mit Zelt, Kamera und Fahrrad Skandinavien bereist und im vergangenen Jahr an einem Künstlerresidenzprogramm in Südtirol in Italien teilgenommen, wo ich in fünf Wochen gemeinsam mit der ortsansässigen Bevölkerung der Stadt Klausen ein Konzept erarbeitete mit lokalen Erdtönen und Pflanzensäften Siebdrucke herzustellen. Eine Jagdausbildung, die ich mit vierzehn Jahren erhielt um mich mit meinem heimatlichen Wild- und Forstbestand vertraut zum machen, sei hier noch zuletzt genannt um
zu zeigen, das mein Interesse an Tieren durchaus auch praktischer Natur ist, sie aber zugleich auch den Großteil der Motive meiner grafischen Arbeit ausmachen, gepaart
mit einer mit einer Prise Humor, den ich der Natur nicht absprechen
möchte.


Was wünschst du dir von deinem Auslandsaufenthalt?

Viele neue Eindrücke und Ansichten auf dieser Welt zu
sammeln, der Wunsch, sie ein klein wenig besser zu
machen und die Begeisterung, die ich für ihre Geschöpfe
und Gewächse in mir trage, mit anderen zu teilen.