Samstag, 24. Juni 2017
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Bilateraler Jugendaustausch Frankfurt a. M. - Tel Aviv, Israel
Projekt "Aus Fremden werden Freunde"

 

Erfahrungsbericht


Stipendium gestiftet durch:

weltweiser




 

Sonntag, 05.01.2014
Am Sonntag trafen wir uns um 08:00 Uhr morgens am Flughafen Frankfurt. Das Einchecken verlief ohne Probleme, wir wurden von den Mitarbeitern und Sicherheitsleuten der ELAL freundlich und respektvoll behandelt. Bei der Ausweiskontrolle beim Eintritt in den Flugsteigbereich wurden wir von einem BGS-Beamten gefragt, ob die JVA Preungesheim einen Ausflug macht. Auch unserer Betreuerin Claudia Rump, die rotgefärbte Haare hat, wurde gesagt, dass sie gar nichts zu sagen braucht, man sieht ja, dass sie dazu gehört. Darüber haben wir uns sehr aufgeregt und waren stinksauer. Sofort haben unsere Betreuer sich darüber beschwert und eine Mitarbeiterin des BGS hat sich für ihren Kollegen entschuldigt, trotzdem wollen unsere Betreuer, dass der BGS-Beamte noch zur Verantwortung gezogen wird.


Der Flug war super, die meisten von uns haben geschlafen und da die Maschine nur halb gefüllt war, konnte man sich auf eine ganze Sitzreihe legen. Nach der Ankunft wurden zwei Jungs von uns und ein Betreuer zu einer sogenannten Befragung geholt, das dauerte eine Stunde und war ziemlich nervig. Shaul, der Betreuer aus Tel Aviv, und ein paar der Jugendlichen, die uns im Sommer2O13 besucht hatten, haben uns abgeholt. Wir sind dann mit dem Bus nach Tel Aviv gefahren und haben unser Hostel bezogen, das direkt am Strand liegt. Wir sind dann mit Shaul noch etwas am Strand essen gegangen und hatten dann den Rest des Abends frei, sind aber alle früh ins Bett gegangen.

 

Ankunft Tel Aviv SChüleraustausch

 

Montag, 06.01.2014
Nach dem Frühstück sind wir zum Department of youth and kids gelaufen. Das ist unsere Partnereinrichtung, in der Jugendliche ihren Schulabschluss nachholen können und dabei in einem eigenen Frisörladen oder der eigenen Cookie Bäckerei arbeiten können. Dort haben wir auch unsere israelischen Freunde getroffen und wir haben die Einrichtung kennengelernt. Dort haben wir auch zu Mittag gegessen. Dann haben wir zwei Stunden am Strand verbracht und sind auch im Meer baden gewesen. Danach haben wir einen langen Spaziergang am Strand entlang gemacht und sind nach Old Jaffa gelaufen. Dort haben wir ein Jüdisch-Arabisches Kulturzentrum besucht und hatten die Möglichkeit, mit dem Leiter Abrahim Abu Shindi zu sprechen. Er ist ein arabischer lsraeli und seine familie lebt schon seit vielen Generationen in Jaffa. Es war sehr interessant, vor allem, dass alle jüdischen, arabischen und christlichen Feiertage zusammen gefeiert werden, das heißt zum Beispiel, dass an Heiligabend Juden, Moslems und Christen zusammen feiern und ein Rabbi, ein lman und ein Pfarrer da sind und das auch an allen anderen religiösen Feiertagen. Berühmt ist das Zentrum auch für seinen Chor, in dem Juden und Moslems zusammen singen. Danach sind wir in ein sehr bekanntes Restaurant in Old Jafla gegangen und haben sehr gut gegessen. Am Abend waren wir noch mit unseren israelischen Freunden in einer Shisha-Bar.


Dienstag, 07.01.2014
Am Dienstagvormittag hatten wir einen Jonglier-Workshop mitten auf einem öffentlichen Platz in Tel Aviv direkt am großen Theater und dem Rothschild-Boulevard. Nach einem Mittagessen in einem Park sind wir nochmal zum Department of youth and kids gegangen und haben dort in der Cookie-Bäckerei gearbeitet. Die cookies, die wir dort zubereitet haben, waren für die Fluglinie ELAL bestimmt. Aber auch wir haben einige abbekommen. Beim Fußballspielen im Hof des Departments hat sich einer unserer Jungs den Fuß übel verstaucht, er ist dann mit einem unserer Betreuer und einem Mitarbeiter des Departments in ein Krankenhaus gefahren. War dann aber nicht so schlimm und er konnte bald wieder normal gehen. Leider war der Sohn von Shaul krank und der Abendprogrammpunkt fiel aus und wir hatten frei. Wir waren am Strand und hatten eine gute zeit mit unseren israelischen Freunden.

 

Mittwoch, 08.01.2014
Vormittags sind wir an den Yarkon-River gefahren, der mitten durch Tel Aviv fließt. Dort haben wir gelernt, wie man ein Drachenboot richtig fährt. Danach waren wir in einem Restaurant essen. Der Nachmittag war frei, da Shaul zu seinem kranken Sohn musste. Am frühen Abend haben wir im Hostel mit anderen Gästen zusammen Cous Cous gekocht und gegessen. Wir haben dann mit unseren Betreuern einen Spaziergang durch die Stadt gemacht und haben sehr gute Falafel gegessen. Danach sind wir in eine Art Geisterbahn gegangen, durch die im Dunkeln durchlaufen muss und dauernd brutal erschreckt wird, sehr gruselig aber ein großer Spaß.


Donnerstag, 09.01 .2014
Nach dem Frühstück sind wir mit dem Bus nach Jerusalem gefahren. Auf dem Weg dorthin haben wir unseren Guide abgeholt. ln Jerusalem haben wir zuerst von einem Aussichtspunkt auf die Altstadt geschaut und unser israelischer Guide hat uns gezeigt, wo welche für die großen Religionen heiligen Orte in Jerusalem liegen. Die Klagemauer, darüber der Tempelberg und die Al Aksa-Moschee. Ganz in der Nähe die Grabeskirche Jesu und viele mehr.

 

Schüleraustausch Israel

 

Danach sind wir in die Altstadt gegangen und unser Guide hat uns viele sehr interessante orte gezeigt und uns die Bedeutung König Davids für alle drei großen Religionen erklärt. Wir waren auch am Grab König Davids. Der Sarg steht in einem Raum, in dem orthodoxe Juden beten, aber wir konnten an den sarg treten und beten. Einige unserer muslimischen Jungs hatten ihr muslimisches Gebetsgewand an, aber es gab überhaupt keine Probleme. Ein junger orthodoxer Jude sprach uns an woher wir kommen und hieß uns herzlich willkommen. An der Klagemauer geht es auch in den arabischen Teil Jerusalems. Unser Guide, ein jüdischer lsraeli, hat dann mit großem Engagement unseren muslimischen Jungs ermöglicht, die Al Aksa-Moschee zu besuchen und dort zu beten. Durch Zufall trafen sie auf einen deutschsprechenden Araber, der sie durch die Moschee führte. Für die Jungs ein sehr emotionales Erlebnis! Für unsere vier christlichen Jugendlichen war es möglich die Grabeskirche zu besuchen, auch ein sehr bewegender Moment für sie. Es war ein sehr emotionaler tag für alle und es war toll zu sehen, wie friedlich alle miteinander umgingen. Rami, auch ein jüdischer lsraeli und Mitarbeiter des Deparments, der uns begleitete ist allen ein guter Freund geworden und ohne sein Engagement wäre der Tag nicht so großartig gelaufen.


Freitag, 10.01.2014
Am Vormittag haben wir das Museum Beit Hatfutsot besucht. Es zeigt die Geschichte des Judentums. lnteressant war es zu sehen und zu hören, wie viele Ahnlichkeiten und Gemeinsamkeiten es zwischen dem lslam und dem Judentum gibt. Danach waren wir in einem der bekanntesten Humus-Restaurants in Old-Jaffa, nachdem wir über einen großen Markt in Old Jaffa gelaufen waren. Der Nachmittag war frei. Abends sind wir dann mit unseren israelischen Freunden in eine Diskothek gegangen.


Samstag, 11.01.2014
Den Vormittag haben wir am Strand verbracht. Am nachmittag sind wir zum Bahnhof gefahren. Dort gab es im siebten Stock des Bahngebäudes eine Ausstellung mit street art. Verschiedene Graffities und abgefahrene Gemälde direkt auf die Mauern. Abends sind wir großartig essen gegangen in eines der besten Restaurants in TelAviv. Das Besondere an diesem Restaurant ist, dass es mit Jugendlichen aus dem Department gegründet wurde und immer noch geführt wird. ln den letzten Jahren hat es sich zu einem der beliebtesten Restaurants in TelAviv entwickelt. Dort bekommen Jugendliche aus dem Department die Möglichkeit zu arbeiten. Das essen war großartig und der Abend vor dem Abflug sehr schön und emotional. Shaul und sarit waren da und auch Rami, der sich ganz besonders gut mit Ferhat verstanden hat und die Freunde geworden sind.

 

Jugendbegegung Israel

Farhat und Rami, Freunde

 


Sonntag, 12.01.2014
Nach dem Frühstück hieß es Koffer packen und ab zum Flughafen. Der Abschied fiel
schwer, es war eine sehr besondere Woche!

 

Jugendaustausch Israel