Dienstag, 22. August 2017
Herzlich Willkommen bei Weltbürger-Stipendien!

Die ersten Wochen in Winona, Kansas -
Herzlicher Empfang und erste Volleyball-Stunden

Erfahrungsbericht
WELTBÜRGER-Stipendiatin
Nina E - USA


Stipendium gestiftet durch:

TREFF Sprachreisen

 

 

Schüleraustausch USA


Ich lebe jetzt seit drei Wochen in Winona, Kansas. Winona ist mit ca. 164 Einwohnern ein ganz kleines Dorf im Nordwesten von Kansas. Ich lebe hier zusammen mit meinen Gasteltern, meiner 7 Jahre alten Gastschwester, meinem 4-jährigen Gastbruder, einem Hund, einer Katze, einem Kaninchen und einem Goldfisch. Gegen Ende September erwartet meine Gastmutter ein drittes (bzw. mit mir viertes) Kind, auf welches wir uns sehr freuen.


Der Flug hierher war sehr anstrengend, weil ich insgesamt viel Aufenthaltszeit hatte, deshalb war ich sehr froh, als ich endlich in Hays gelandet bin. Aus dem Flugzeug ausgestiegen sah ich dann auch schon direkt meine Gastfamilie. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass mich alle abholen würden, da ich sehr spät abends landete, somit war die Freude riesig. Die Kinder kamen auf mich zugerannt, überreichten mir einen bunten Blumenstrauß und begrüßten mich mit „Guten Tag, Nina!“ Meine Gasteltern freuten sich auch sehr, dass ich endlich angekommen war und wir verstanden uns von Anfang an sehr gut. Die Autofahrt vom Flughafen Hays bis nach Winona dauerte zwei Stunden und ich war sehr müde. Meine Gastfamilie war natürlich total aufgeregt und sie stellten mir tausende Fragen. Ich versuchte, die Fragen so gut es ging zu beantworten und auch Interesse zu zeigen, obwohl ich sofort hätte einschlafen können.

 

Zu Hause angekommen, zeigten sie mir das ganze Haus. Ich war total überwältigt, weil das Haus riesig ist. Draußen steht ein Pool, wir haben ein großes und ein kleines Wohnzimmer, einen riesigen Garten und ich habe mein eigenes Zimmer mit drei Kleiderschränken, einem gigantischen Bett und sogar ein eigenes Badezimmer. Die ersten Eindrücke waren also super.


Der erste Tag war dann etwas schwieriger, denn alles war fremd und neu. Ich war froh, dass ich ausschlafen konnte und freute mich immer noch über mein tolles Zimmer. Mein Gastvater stellte mir die gleichen Fragen, die er mir auf der Autofahrt schon gestellt hatte, wahrscheinlich war er selbst sehr aufgeregt. Er war sehr überrascht, dass ich auf der Fahrt nicht eingeschlafen war und erzählte mir alles über Winona und die Schule. Er ist der Direktor meiner Schule, der Triplains High School. Diese Schule ist mit weniger als 100 Schülern sehr klein und bietet alle Stufen von Kindergarten bis zur Senior-Klasse an.


In der ersten Woche hatte ich noch keine Schule, denn hier waren noch Ferien. Jedoch konnte ich schon am Sporttraining des Volleyballteams teilnehmen und lernte somit schon ein paar Schülerinnen kennen. Alle waren sehr herzlich und offen. Ich war überrascht, dass hier alles wirklich typisch amerikanisch ist. Die Häuser, Straßen, Autos. Mein Gastvater führte mich schon vor Schulbeginn einmal durch das Schulgebäude und es sah für mich aus wie in einem Film. Auch die Essgewohnheiten sind hier anders. Es gibt Frühstück, Mittagessen und Abendessen, wobei das Mittagessen und Abendessen jeweils eine warme Mahlzeit sind, wovon man eigentlich für den Rest des Tages satt ist. Außerdem benutzt man hier zum Essen kein Messer, sondern, wenn überhaupt, nur eine Gabel. Aber auch daran habe ich mich schnell gewöhnt.

 

Meine Gasteltern nahmen von Anfang an sehr viel Rücksicht auf mich, fragten nach meinen Lieblingsgerichten und versuchten, mir den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. In der ersten Woche hatte ich dann Geburtstag. Ich bekam einen gigantischen Kuchen und Geschenke. Mit meinen Gastgeschwistern verstehe ich mich auch sehr gut, auch wenn es manchmal etwas anstrengend sind, da sie ständig spielen möchten.


Der erste Schultag war ein voller Erfolg. Ich habe insgesamt acht Unterrichtsfächer: World History, American History, Spanish, English, Algebra, Biology, Vocal und FACS ( family and costumer society). Die Lehrer und Schüler sind alle sehr offen und zeigen mir jeden Tag, dass sie sich über meine Anwesenheit freuen! Mit der Sprache komme ich auch gut zurecht und wenn ich etwas nicht verstehe, frage ich nach und dann erklären sie es mir noch einmal. In der Woche bin ich hier sehr beschäftigt. Ich habe von 8 a.m. bis 4 p.m. Unterricht und anschließend zwei Stunden Volleyballtraining. Unsere Mannschaft besteht aus Schülern aus Winona und Brewster, da die Schule in Brewster auch sehr klein ist. Somit trainieren wir jeden zweiten Tag in Brewster. Gestern hatten wir unser erstes Volleyballspiel. Ich war sehr aufgeregt, weil ich vorher nie wirklich gelernt habe, Volleyball zu spielen. Das Team und die Coaches sind aber sehr nett und alle unterstützen sich gegenseitig. Das Spiel haben wir zwar verloren, aber wir hatten eine Menge Spaß! Nächste Woche ist dann Homecoming.

 

Wir dekorieren die Sporthalle für den Tanz und es ist Spiritweek, also ziehen wir uns jeden Tag nach einem anderen Motto an. Ich hab hier schon viele Freunde gefunden und bin froh, dass mich alle so herzlich aufgenommen haben und ich mich auch mit meiner Gastfamilie super verstehe!


Liebe Grüße aus Winona!
Nina