
- WELTBÜRGER-Stifter: Highschool Australia
- Programm: Schüleraustausch
- Land: Australien
- Name: Lotta
Ich freue mich sehr auf die nächsten Monate hier in Victor Harbor
Hallo! Mein Name ist Lotta, ich bin 16 Jahre alt und seit Ende Januar an der Victor Harbor High School in Victor Harbor, SA.
Am 25.01. bin ich bei meiner Gastfamilie angekommen – Wir leben in Encounter Bay mit Blick auf den Bluff, so heißt der Hügel am Meer. Unser Haus hat ein Heimkino, einen Pool-Tisch, eine Tischtennisplatte und mein Zimmer blickt Richtung Sonnenaufgang, Meer und Bluff.
Die ersten zwei Wochen in meiner High School waren etwas holprig, aber aller Anfang ist schwer. Meinen Laptop hatte ich bereits dabei, weil ich davor fünf Monate lang mit meinen Eltern durch Australien, Neuseeland und Französich-Polynesien gereist bin – den Laptop braucht man nämlich in der Schule. Ich habe bis jetzt in meiner Schule in Deutschland nur mit Büchern und Heften gearbeitet, hier ist das ganz anders. Also eine ziemliche Umstellung, aber da kommt man schnell rein.
Auf meinem Laptop wurde ein Microsoft System installiert, welches diverse Microsoft Apps beinhaltet, mit denen man in der Schule arbeitet.
Die Fächer wählt man am ersten Schultag aus. Das sieht so aus: Man bekommt einen Zettel mit verschiedenen Blöcken, in jedem dieser Blöcke sind Fächer aufgelistet und aus diesen wird dann ein Fach ausgewählt. Ich hab mich für Outdoor Education, Aquatics, Marine Studies, Food Preperation, Psychologie und Essential Englisch entschieden. Dann gibt es noch Supervised Learning, welches jeder Schüler nehmen muss. Da hat man Zeit, an Assignments zu arbeiten oder alles andere an Organisation – mit Aufsicht, sodass man auch immer Fragen stellen kann.
Der Schultag beginnt mit 20 Minuten Housetime. Da sitzt man in einem Klassenzimmer mit einem Lehrer, geht die News des Tages durch (unsere Schule hat einen eigenen Newskanal) und alle anderen Neuigkeiten, die wichtig für den Tag oder die Woche sind.

In Outdoor Education beschäftigen wir uns in diesem Term mit dem lokalen Dunesytem (Dünen und ihre Funktion als Küstenschutz), dafür machen wir auch viele kleine Busfahrten in der Gegend oder fahren mit dem Fahrrad. Im nächsten Term steht ein Campingtrip auf dem Plan.
In Aquatics lernen wir aktuell Surf-Life-Rescue, was ziemlich cool ist, da wir jedes Mal in Port Elliot im Meer sind und diverse Übungen machen. Danach kann man sich im Flying Fish Café Essen holen und nächsten Term haben wir dann Surfen! Apropos surfen: Jeden Donnerstag ist nach der Schule ein Surfkurs, den die Schule zahlt.
In Marine Studies schnorcheln wir, und ja, das ist alles Unterricht – während der Schulzeit. Im nächsten Term machen wir einen Speedboot-Führerschein.
Psychologie ist auch ziemlich interessant, vor allem mega zum Englisch lernen mit all den Fachbegriffen. Essential Englisch ist auch gut zum Englisch lernen. Food Preperation ist Kochen, was natürlich super ist, weil Essen immer gut ist und außerdem kochen/backen wir dort auch ab und an australische Gerichte.
Nach etwa zwei Wochen war ich dann also an das Schulsystem, an meinen Stundenplan und alles andere gewöhnt und mir geht’s bestens!! Ich wache zum wunderschönen Sonnenaufgang überm Meer auf, habe super nette Menschen um mich herum – sei es in meiner Gastfamilie oder in der Schule, habe Unterricht, der hauptsächlich Outdoor Aktivitäten beinhaltet, lerne super interessante Menschen kennen usw.
Wir sind insgesamt 14 Internationals, wobei nach dem ersten Term sieben davon gehen – das ist auch etwas, wonach ich spezifisch geschaut habe: eine Schule mit einer niedrigen Zahl an Internationals. Es fühlt sich viel lokaler an. Wobei ich sagen muss, dass die Internationals natürlich super lieb sind. Wir haben Deutsche, Schweizer, Brasilianer, Belgier und eine Japanerin, die bei mir in der Gastfamilie lebt.
Bei mir in der Gastfamilie leben auch ein Hund, Cosmo, und zwei Katzen, Chino und Albie, ebenso eine Tochter und ein Sohn, beide in meinem Alter.
Letztendlich kann ich nur sagen, dass ich mich sehr freue auf die nächsten Monate hier in Victor Harbor und an meiner High School. Es war die beste Entscheidung, das zu machen. Es fühlt sich meiner Meinung nach auch absolut normal an, hier zu leben – kein komisches Gefühl oder Heimweh. Ich genieße alles unglaublich und ich fühle mich absolut wohl. 🙂
Australien fühlt sich für mich wie ein zweites Zuhause an
Hey, ich bin Lotta und mittlerweile ist die Hälfte meines Auslandaufenthaltes in Australien vorbei. Seit dem 25. Januar bin ich jetzt schon bei meiner Gastfamilie in Victor Harbor, Südaustralien. Ich bin zwar vorher mit meinen Eltern durch Australien, Neuseeland und Französisch-Polynesien gereist und dadurch wahrscheinlich noch mehr an Australien gewohnt, weil ich schon seit September nicht mehr in Deutschland bin, aber hier zu leben, ist schon noch mal ganz anders.
Australien fühlt sich für mich wie ein zweites Zuhause an, weil ich mich hier so unglaublich wohl fühle und meine Routine schon fest eingearbeitet habe. Ich bin mir sicher, dazu kommt auch, dass ich in meiner Kindheit bereits drei Mal für längere Zeit in Australien war. Aber auf der anderen Seite fühlt sich dieses Land auch wie eine andere Welt an, ganz anders als die Länder, die ich bis jetzt bereist habe. Ich habe jetzt Freunde hier, kenne und liebe die Gegend und habe meine gewohnten Abläufe. Es ist nicht in Worte zu fassen, wie schnell die Zeit vergeht. Wenn ich könnte, würde ich sehr gerne hier für mehrere Jahre leben. Und es war auch definitiv nicht das letzte Mal, dass ich in Australien war. Den australischen Lifestyle habe ich schon nach drei Monaten so verinnerlicht, dass ich gar nicht glauben will, dass nach weiteren drei Monaten alles schon vorbei ist. Es ist so ein bittersüßes Gefühl zu wissen, dass ich bald wieder nach Hause fliegen muss – einerseits freue ich mich auf meine Familie und Freunde, deutschen Gewohnheiten und das Essen, aber andererseits ist es auch sehr schwer zu verstehen, dass mein Auslandsjahr dann vorbei ist.
Mein Alltag sieht normalerweise so aus, dass ich Schule bis 15:15 Uhr habe. Meine Fächer beinhalten sehr viel Outdoor- und Meer Aktivitäten und der Unterricht ist hier viel entspannter gestaltet als in Deutschland – dann surfe ich so viel ich kann, gehe hin und wieder joggen, spiele Klavier, verbringe Zeit mit meiner Gastfamilie und meinen Freunden und genieße die Natur und Sonne hier. Was natürlich auch nochmal super ist, ist unser Home-Cinema, weil das schon ziemlich nah an eine Kinoexperience kommt, aber viel gemütlicher. Unsere Haustiere hab ich auch total lieb gewonnen.
Selbst im australischen Herbst/Winter ist es noch angenehm warm. Seit ein paar Wochen habe ich sogar endlich mein eigenes Surfboard – Surfen ist definitiv eine der Sachen, die ich unglaublich vermissen werde, weil selbst wenn man mal keinen großen Erfolg hat, ist dieses Gefühl, auf dem Meer zu sein, unglaublich. In Aquatics habe ich dieses Term auch surfen, was mich sehr freut, und in Marine studies machen wir jetzt einen Speedbootführerschein.
Es ist so schön, hier zu leben und das unsichere Gefühl vom Anfang ist komplett weg. Ich hoffe so sehr, dass die restliche Zeit echt langsam vergeht. Selbst drei Monate, die jetzt vorbei sind, sind schon super, um das australische Leben kennenzulernen. Aber wenn man länger hier bleiben kann, ist es auf jeden Fall ein zusätzlicher Gewinn.





Fliegen lernen in Neuseeland