Mittwoch, 20. Mńrz 2019
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Zwei Wochen Malta

Besuch einer Sprachschule auf der Mittelmeerinsel

 

Erfahrungsbericht
WELTB├ťRGER-Stipendiat
Fabian S. - Malta


Stipendium gestiftet durch:
StudyLingua

 



Stipendiat Fabian S.




Kurz zu mir


Ich hei├če Fabian und bin 24 Jahre alt. Nach meiner zweij├Ąhrigen Ausbildung studiere ich aktuell im 7. Semester International Relations and Management an der OTH Regensburg. Durch meinen internationalen Studiengang absolvierte ich sowohl ein Auslandssemester in Peru (Arequipa), als auch ein Auslandspraktikum in der Tschechischen Republik (Skoda auto a.s.).

 

Meine Entscheidung


Durch mein Auslandsjahr im 4. und 5. Semester habe ich das Reisen als meine neue Leidenschaft entdeckt. Damit ist nat├╝rlich das Kennenlernen neuer spannender Kulturen, Br├Ąuche und Menschen aus der ganzen Welt verbunden. Die ganzen Erfahrungen, die ich dadurch bereits gesammelt habe w├╝rde ich nicht wieder hergeben wollen. So freue ich mich bereits jetzt auf alle weiteren Reiseziele und die Geschichten, die ich dar├╝ber erz├Ąhlen werde. Eines meiner 6 bereisten L├Ąnder (Tschechische Republik, Italien, Kirgistan, ├ľsterreich, Malta, England) im Jahr 2017 war Malta, auf das ich voller Freude zur├╝ckblicke und gerne etwas erz├Ąhlen m├Âchte:


Im 6. Semester (kurz nach meinem Auslandsjahr) suchte ich erneut nach M├Âglichkeiten um in mir noch unbekannte L├Ąnder f├╝r eine l├Ąngere Zeit zu reisen. Als besten Zeitraum f├╝r den Auslandsaufenthalt boten sich somit meine Semesterferien im August und September an. Aber um nicht tagt├Ąglich am Strand baden zu gehen, suchte ich nach einer sinnvollen Alternative, bei der ich sowohl neue Kenntnisse im Ausland hinzugewinne, als auch einfach Kontakt mit Gleichaltrigen haben kann. Dabei stie├č ich auf das WELTB├ťRGER-Teilstipendium von StudyLingua f├╝r eine Sprachreise in Malta und war sofort von der Idee begeistert. Damit konnte ich alle meine Voraussetzungen gleichzeitig erf├╝llen.


Nach meiner erhaltenen Zusage freute ich mich riesig und plante St├╝ck f├╝r St├╝ck meinen Aufenthalt. Letztendlich entschied ich mich f├╝r einen Aufenthalt von insgesamt 3 Wochen in einer Studentenresidenz. Beides stellte sich definitiv als die richtige Wahl heraus. Innerhalb von 3 Wochen konnte ich einen Gro├čteil Maltas erkunden und durch die 5er-WG in der Studentenresidenz fand ich bereits am ersten Tag neue Freunde und sprach auch au├čerhalb der Sprachschule Englisch. Als Aufenthaltsort w├Ąhlte ich St. Julians.┬á Ganz in der N├Ąhe befindet sich der gr├Â├čte Hotspot Maltas f├╝r junge Leute und Touristen. Selbst in der Nebensaison, in der ich anreiste (Mitte September bis Anfang Oktober), waren noch alle Restaurants und Bars ge├Âffnet.

 

Planung und Reise


StudyLingua unterst├╝tzte mich sehr bei der Auswahl einer ihrer drei Sprachschulen in Malta. Sowohl telefonisch, als auch per E-Mail erhielt ich auf Nachfragen schnell weitere Informationen zu den unterschiedlichen Standorten und konnte damit die f├╝r mich passende Schule ohne gro├čen Zeitaufwand ausw├Ąhlen. Im Nachhinein kann ich auch best├Ątigen, dass die Unterkunft, Schule und Region ideal zu mir passten.


Dies war jedoch alles viel zu sch├Ân um wahr zu sein und somit stellte ich an meinem Abreisetag, an der Gep├Ąckabgabe im Flughafen, fest, dass ich nicht auf der Passagierliste stand. Dadurch verging meine gute Laune am Flughafen sofort. Es stellte sich heraus, dass ich meinen Flug aus Versehen storniert hatte.
Die Frage ist: Wie kann man seinen Hinflug aus Versehen stornieren?


Mein anf├Ąnglicher Plan war es, nur f├╝r zwei Wochen die Sprachschule in Malta zu besuchen. F├╝r diesen Zeitraum hatte ich bereits einen Hin- und R├╝ckflug gebucht. Ein paar Wochen sp├Ąter ├Ąnderte ich meine Entscheidung und wollte meinen Aufenthalt auf insgesamt drei Wochen verl├Ąngern. Nur der Abreisetag wurde dadurch nach hinten verschoben. Damit niemand auf mich warten m├╝sste und mein Platz wieder f├╝r andere Reisende frei wird, rief ich bei der Opodo-Kundenhotline an um meinen R├╝ckflug f├╝r den zweiw├Âchigen Aufenthalt zu stornieren. Da mein Hinflug zur selben Zeit stattfinden sollte, wollte ich nur den R├╝ckflug stornieren. Der Servicemitarbeiter hielt es anscheinend nicht f├╝r erw├Ąhnenswert, dass Flugbuchungen nur komplett storniert werden k├Ânnen. F├╝r den Erstattungsbetrag der Stornierung k├Ânnte ich mir nicht einmal eine Kiste Bier kaufen.


Zu meinem Gl├╝ck war noch ein Platz in einem Flugzeug nach Malta 5 Stunden sp├Ąter frei. F├╝r den Preis, den ich daf├╝r zahlen musste, h├Ątte ich auch nach New York oder Bangkok fliegen k├Ânnen. Eine sp├Ątere R├╝ckerstattung wurde aufgrund fehlender Aufzeichnungen des Gespr├Ąchs untersagt.


Was ich daraus gelernt habe? Ich werde nie wieder einen Flug stornieren.


Durch den neuen Flug kam ich erst nachts im Studentenwohnheim an und konnte leider die Stadt nicht mehr erkunden. Stattdessen legte ich mich schlafen und versuchte mich auf die kommenden drei Wochen zu freuen.

 

Meine Sprachschule


W├Ąhrend den drei Wochen besuchte ich die ESE (European School of English), die nur ca. 15 Minuten zu Fu├č von meiner WG entfernt war. Die Schule erhielt mehrere Auszeichnungen und ich kann sie auch nur w├Ąrmstens weiterempfehlen.


Am ersten Tag erhielten alle ca. 50 Neuank├Âmmlinge eine kurze Einweisung zur Schule und den Aktivit├Ąten, die angeboten werden. Au├čerdem mussten wir zur Einsch├Ątzung unseres Sprachniveaus an einen schriftlichen und m├╝ndlichen Englischtest teilnehmen. Nach den Tests erhielt ich meine Lehrb├╝cher und begab mich zum Klassenzimmer um meinen Lehrer und die Mitsch├╝ler kennenzulernen. Meine Stufe f├╝r die erste Woche war B2. Da ich den Intensivkurs gew├Ąhlt habe, hatte ich sowohl vormittags drei Stunden Unterricht, als auch nachmittags 1,5 Stunden. Bei den Unterrichtseinheiten wurde jedoch ein unterschiedlicher Fokus gesetzt. Vormittags lag der Schwerpunkt dabei sein Lese- und H├Ârverst├Ąndnis zu verbessern und weitere Grammatik und Vokabeln zu lernen. Nachmittags hingegen wurde ├╝ber unterschiedlichste Themen gesprochen um fl├╝ssiger zu sprechen.


F├╝r die darauffolgende zweite und dritte Woche wurde ich in den C1 Kurs hochgestuft. Meine Klassengr├Â├čer variierte durch die An- und Abreisen meiner Mitsch├╝ler st├Ąndig zwischen 1 und 5. In meiner letzten Woche war ich der einzige Student der den Nachmittagskurs in der Stufe C1 gebucht hatte. Dadurch hatte ich Einzelunterricht und unterhielt mich hervorragend mit Joseph ├╝ber unsere Erlebnisse, unsere Ziele und pers├Ânlichen W├╝nsche. Mich interessierten seine Ansichten und ihm meine. So redeten wir t├Ąglich l├Ąnger als 90 Minuten. Einmal sogar eine ganze Stunde l├Ąnger.


Alle meine Lehrer waren Englisch-Muttersprachler. Aus Malta oder aus Gro├čbritannien. Joseph beispielsweise ist ein 83-j├Ąhriger Brite und Luke, mein Sprachlehrer am Vormittag, ist ein 22-j├Ąhriger Malteser.

 

Freizeitgestaltung


Eine Sprachreise ist ideal um neue Freunde vor Ort kennen zu lernen. Einerseits reisen viele der Sch├╝ler alleine und suchen dadurch neue Kontakte und andererseits lernt man w├Ąhrend des Unterrichts viele interessante Menschen aus der ganzen Welt kennen. Auch durch das Wohnen im Studentenwohnheim lernte ich neue Freunde kennen.


In der ersten Woche erkundeten wir in einer Gruppe mit 10 Personen (Herkunftsl├Ąnder: Deutschland, Schweiz, Japan, Russland, Litauen, Polen) Valletta, unterschiedliche Str├Ąnde, verschiedene bekannte Burgen und die etwas kleinere und zu Malta geh├Ârende Insel Gozo.


Leider reiste ein Gro├čteil dieser Gruppe an meinem ersten Wochenende in Malta ab. Daraufhin ging ich mit einem meiner Mitbewohner zum Essen und lernte so ├╝ber ihn neue Freunde kennen. Mit dieser sogar etwas gr├Â├čeren Gruppe (Herkunftsl├Ąnder: Deutschland, Schweiz, T├╝rkei, Saudi-Arabien, Japan, Italien, Russland) verbrachte ich meine zweite und dritte Woche.


Wie hei├čt es so sch├Ân: Bilder sagen mehr als 1.000 Worte.

 

Hafen von La Valletta, Malta

 

Bild 1: Vallettas Einfahrt zum Grand Harbour. An diesem Wochenende fand auf Malta eine Flugshow statt, bei der Jets und Propellermaschinen in verschiedenen Formationen flogen und mit Nebel im Himmel zeichneten.

 

Sprachsch├╝ler auf Malta

 

Bild 2: Riviera Bay. Eine der sch├Ânsten Buchten Maltas auf der anderen Seite der Insel (70 Minuten Fahrt mit dem Bus).

 

Blue Lagoon auf Malta

 

Bild 3: Blue Lagoon. Die Blue Lagoon ist sehr bekannt f├╝r das blau schimmernde und glasklare Wasser. Es dient als beliebtes Touristenziel f├╝r einen Tagesausflug. Wir hatten es mit unserem Trip nach Gozo verbunden, da es zwischen Gozo und Malta auf der Insel Comino liegt.

 

Golden Bay auf Malta

 

Bild 4: Golden Bay. Einer der drei bekanntesten und sch├Ânsten Buchten Maltas. Da es an diesem Vormittag stundenlang regnete, waren wir fast allein als wir ankamen.

 

Sprachschule Malta

 

Bild 5: Jeden Abend sind wir mit der ganzen Gruppe essen gegangen. Dies war in der ersten Woche in einem Restaurant direkt am Meer.
Ich hoffe damit einen ersten Eindruck ├╝ber Malta hinterlassen zu haben. Nat├╝rlich gibt es noch viele andere Orte, an denen ich war und die ich noch h├Ątte entdecken k├Ânnen. Meines Erachtens ist es definitiv eine Reise wert!

 

Pers├Ânliches Fazit


Ich bin sehr froh diese Reise gemacht zu haben und danke dabei StudyLingua f├╝r die unkomplizierte Planung und Hilfsbereitschaft. Meine drei Wochen in Malta werde ich mit all den Freundschaften und Erlebnissen nicht mehr vergessen. Viele der Sprachsch├╝ler sind mir durch ihre Weltoffenheit und der Liebe f├╝r das Reisen ├Ąhnlich, so dass ich auch Wochen sp├Ąter noch mit einigen in Kontakt stehe und eingeladen wurde sie zu besuchen.


Die Zeit in der Sprachschule genoss ich sehr. Ich muss aber zugeben, dass sich bei meinem Vokabular und meiner Grammatik nicht viel ge├Ąndert hat. Viel mehr diente es f├╝r mich als weiteren Verlust der Hemmschwelle Englisch zu sprechen und das erste Mal alleine in ein anderes Land zu fliegen f├╝r mehrere Wochen. Ich pers├Ânlich w├╝rde nur noch eine Sprachreise in Englisch machen, wenn ich aus der ├ťbung komme oder das Zertifikat ben├Âtige. Ansonsten ist das C1-Niveau zu gut und man verbessert sich allein durch das Reden, das kein Problem mehr darstellt.


Mein n├Ąchstes Ziel ist mein Spanisch zu verbessern und Russisch zu lernen. Und nat├╝rlich viele neue Reiseziele zu entdecken und Freundschaften mit Menschen aus der ganzen Welt zu kn├╝pfen.